Pressemitteilungen, Stellungnahmen etc.

21.11.2006 - Stellungnahme zu den Ereignissen in Emsdetten

Presseerklärung des Deutscher eSport-Bundes e. V. (ESB)gemeinsam mit
Electronic Sports League (ESL), Freaks 4U, GIGA, mTw, Netzstatt Gaming
League (NGL), readmore und World Cyber Games (WCG)


Eine Million Spieler sind betroffen von den Ereignissen in Emsdetten

Berlin, 21. November 2006 – Die Gemeinschaft der deutschen Computerspieler
bedauert das Unglück von Emsdetten zutiefst. "Wir fühlen mit den Verletzten
und Leidtragenden der Tragödie", so Frank Sliwka, Geschäftsführer des
Deutschen eSport-Bundes e. V. (ESB), "als Sprachrohr der deutschen Spieler
möchten wir den Betroffenen unser Mitgefühl für das Erlebte ausdrücken."

Im Zuge der medialen Diskussion ist Counter-Strike zum wiederholten Male in
den Blickpunkt der Öffentlichkeit geraten. "Wir betrachten Spiele nicht als
Ursache von Problemen, sondern sind vielmehr davon überzeugt, dass soziale
Probleme Einzelner nicht mit dem Nutzen von Computerspielen erklärt werden
können", sagt Frank Sliwka. "Überhöhter Medienkonsum – ob vor dem Fernseher
oder dem Computer – ist lediglich ein Symptom für soziale Isolation,
keinesfalls Auslöser oder Katalysator dafür."

Erziehungsdefizite, Perspektivlosigkeit und fehlende soziale Integration
sind das, was einen jungen Menschen im Kern negativ prägt. Die Spieler sind
bereit, eine offene, ehrliche und konstruktive Diskussion über den Umgang
mit Computerspielen zu führen. Daher fordern gemeinsam mit dem ESB die
deutschen eSport-Organisationen World Cyber Games, Freaks4U, GIGA, mTw,
Netzstatt Gaming League, Electronic Sports League und readmore die Politik
auf, nicht weiter unreflektiert die Computer- und Videospiele sowie die
Spieler als Sündenbock für eine verfehlte Sozial-, Familien- und
Jugendpolitik heranzuziehen. Auch unterstützen die genannten Vertreter des
deutschen eSports die Klärung von Genre- und Wirkungsfragen und bieten an,
mit den entsprechenden politischen und wissenschaftlichen Gremien in den
Dialog zu treten. Gleichzeitig fordert der ESB endlich politische
Rahmenbedingungen zur Erhöhung der Medienkompetenz von Eltern, Pädagogen und
Jugendlichen.

Gemeinsam vertreten die Organisationen die Interessen von über einer Million
deutscher Computerspieler, die ihr Hobby eSport (elektronischer Sport)
gemeinschaftlich betreiben. eSport ist eine Trendsportart, die Menschen auf
der ganzen Welt fasziniert und verbindet. In Bulgarien, Südkorea und China
wird eSport bereits als Sportart offiziell anerkannt und gefördert.

 

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.......................................................................................... Geehrter Leser,in diesem Blog sind offizielle Pressemitteilungen und Stellungnahmen zu Geschehnissen in und um den eSport. Bitte ordentlich durchlesen und entsprechend in den Kommentaren Stellung dazu nehmen.

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